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Deutschlands Ruf ist besser als die Deutschen denken
Im zweiten Anholt-Index liegt Deutschland auf Platz 7 vor Holland, Frankreich, Neuseeland und den USA / das weltweit beliebteste Land ist Australien
London, 1. August 2005 – Die Fußball-WM rückt näher, und in ganz Deutschland fragen sich Unternehmer, Politiker und Kulturschaffende: Wie werden wir eigentlich vom Rest der Welt gesehen? – In weit besserem Licht als die meisten Deutschen glauben. Das ergab jetzt der zweite Anholt-Index, ein weltweites Meinungsbarometer zum Image 25 verschiedener Länder. Deutschland liegt insgesamt auf Platz sieben vor Holland, Frankreich, Neuseeland und den USA.
Der bekannte Markenexperte Simon Anholt befragt alle drei Monate über das Online-Umfragepanel des Marktforschungs-Softwareherstellers GMI Verbraucher rund um den Globus dazu, wie sie die Kultur, Politik, Wirtschaft und Bevölkerung, das Investitionspotenzial und die touristische Anziehungskraft verschiedener Länder sehen.
Produkte Made in Germany sind nach wie vor hoch angesehen
Einen guten Ruf haben demnach im Ausland die deutsche Bevölkerung (Platz vier hinter den Australiern, Kanadiern und Briten) und die deutsche Regierung, der die Befragten 'Zuverlässigkeit' bescheinigten. Vor allem aber ist 'Made in Germany' offenbar nach wie vor ein Qualitätsmerkmal: Deutschlands Produkte – vor allem Autos – sind nach Meinung der Befragten die besten der Welt noch vor Produkten aus Amerika und Japan. "Dass Deutschland als Hersteller von Markenprodukten sogar die USA übertrumpft, ist bemerkenswert", betont Simon Anholt, "vor allem wenn man bedenkt, dass es mehr als sechsmal so viele bekannte US-amerikanische Marken gibt." Als Reise- und Kulturland bekam Deutschland Durchschnittsnoten.
Klaus Krischok, Leiter Kommunikation und Marketing des Goethe-Instituts, sagt zu dem NBI-Ergebnis: "Das Deutschlandbild ist besser als es die meisten Deutschen selbst vermuten, ein deutsches Paradoxon. Es ist wohl an der Zeit, sich von überlieferten Klischees des ungeliebten Deutschen zu verabschieden und stattdessen aktuelle und differenzierte Gegenbilder zu entwickeln, die zeigen, dass wir selbstbewusst und kritisch mit unserer Gegenwart und Vergangenheit umgehen können."
Australien schneidet weltweit am besten ab
Die weltweit beliebtesten Länder im Anholt-Index sind Australien, Kanada und die Schweiz. "Bei unserer ersten Umfrage lag Schweden an erster Stelle. Mit den 15 neuen Ländern, die wir jetzt zum ersten Mal berücksichtigt haben, hat sich die Rangliste verändert. Die Newcomer an der Spitze sind fast noch schwedischer als Schweden: modern, wirtschaftlich hoch entwickelt, liberal", erläutert Simon Anholt.
Deutliche Änderungen im Ranking erwartet er von jetzt an aber nicht mehr: "Wir messen mit diesem Index nicht kurzfristige Reaktionen auf aktuelle Ereignisse, sondern das fundamentale Markenimage eines Landes. Das Bild, das die Welt von einem Land hat, verändert sich nur sehr langsam über Jahre hinweg. Deshalb", so Anholt, "ist es auch unwahrscheinlich, dass die Fußball-WM das Deutschlandbild langfristig beeinflussen wird – auch wenn sie natürlich eine sehr gute Gelegenheit bietet, für Deutschland zu werben."
Dietmar Walter, Geschäftsführer EMEA von GMI, sagt: "Wir freuen uns sehr darüber, am Nation Brands Index beteiligt zu sein. Der Index entwickelt sich zu einem der größten regelmässigen weltweiten Meinungsbarometer und er zeigt, wie neue Technologien Unternehmen und Organisationen dabei helfen können, Verbrauchermeinungen schneller und akkurater zu messen. Und das mit unglaublichem Detail."
Das gesamte Ranking:
1. Australien
2. Kanada
3. Schweiz
4. Großbritannien
5. Schweden
6. Italien
7. Deutschland
8. Niederlande
9. Frankreich
10. Neuseeland
11. USA
12. Spanien
13. Irland
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14. Japan
15. Brasilien
16. Mexiko
17. Ägypten
18. Indien
19. Polen
20. Südkorea
21. China
22. Südafrika
23. Tschechische Republik
24. Russland
25. Türkei |
Befragt wurden Verbraucher aus 18 Ländern weltweit. In jedem Land wurden repräsentative Stichproben von 1000 Befragten (Fehlergrenze 3%) gesammelt. Die Teilnehmer wurden nicht zu ihrem eigenen Land befragt.
Weitere Informationen sind unter www.nationbrandindex.com verfügbar.
Über den Anholt-Index
Simon Anholt entwickelte das Konzept des “Nation Brands“-Index 2005; der erste Index wurde im Mai 2005 veröffentlicht. Anholt ist eine weltweit anerkannte Autorität auf dem Gebiet des Markenimage von Nationen, Regionen und Städten. Er berät eine Reihe von Regierungen, unter anderem die britische Regierung, und UN-Kommissionen zu Markenstrategien, diplomatischen Fragen, kulturellen Beziehungen, Investitions- und Exportförderung, Tourismus und wirtschaftlicher Entwicklung. Er ist Herausgeber des vierteljährlich erscheinenden Magazins Place Branding and Public Diplomacy und Autor der Bücher Brand New Justice, Brand America sowie weiterer Publikationen.
Über GMI
GMI (Global Market Insite, Inc.) mit Sitz in Seattle, USA, bietet mit einer Reihe von Softwareanwendungen und Datenbankdiensten E-Business-Lösungen für die globale Marktforschung. GMI wurde 1999 gegründet und hat über 180 Mitarbeiter in fünf Kontinenten sowie Kunden in mehr als 40 Ländern. Mit Niederlassungen in Europa, Asien und Nord- und Südamerika betreut GMI viele der größten und erfolgreichsten Marktforschungsfirmen und Unternehmen weltweit. Zu den Kunden gehören zum Beispiel AC Nielsen, Colgate-Palmolive, Gartner, Datamonitor, Ernest & Julio Gallo und Forrester.
Um eine Kopie des Index anzufordern, wenden Sie sich an Ihren Pressekontakt:
Silja Binner, Grant Butler Coomber (London),
Telefon +44 208 322 1922,
E-Mail siljab@gbc.co.uk
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