Home sweet home - Was die Deutschen über sich selbst denken
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London, 27. Oktober 2005 – Ist es zu Hause wirklich am schönsten? Die Deutschen haben offenbar Zweifel: Die jüngste Ausgabe des Anholt Nation Brands Index, eines weltweiten Meinungsbarometers zum Image von 25 Nationen, zeigt, dass es ihnen an Selbstbewusstsein, nicht aber an Selbstkritik mangelt.
Die aktuelle Verbraucherstudie des bekannten Markenexperten Simon Anholt über das Online-Umfragepanel des Marktforschungs-Softwareherstellers GMI berichtet erstmals auch darüber, was die Länder über sich selbst denken. Zum Image ihrer eigenen Landsleute befragt, gaben die Deutschen sich dabei selbst nur den undankbaren vierten Platz hinter Kanada, Schweden und Australien. Die meisten anderen Nationen setzten sich hingegen auf den ersten Platz.
Von wegen gastfreundlich?
Vor allem ihre eigene Gastfreundschaft stellen die Deutschen in Frage. Als Besucher würden sie sich der Umfrage zufolge in den meisten anderen Ländern willkommener fühlen – auch wenn sie Deutschland auf ihrer Liste der beliebtesten Urlaubsländer trotzdem auf Platz zwei hinter Italien und vor Frankreich setzten.
Auf die Frage, in wie weit in Deutschland Menschenrechte respektiert und Bürger gerecht behandelt werden, antworteten die deutschen Umfrageteilnehmer mit Kritik: Die Schweiz, Schweden, die Niederlande, Kanada, Australien, Frankreich und Neuseeland wurden allesamt als toleranter und gerechter eingestuft. Die Schweiz und Schweden betreiben nach Meinung der deutschen Befragten auch die bessere Außenpolitik und leisten einen größeren Beitrag zum internationalen Frieden und zur internationalen Sicherheit.
Immerhin finden die Deutschen der Umfrage zufolge, dass sie in Sachen Kultur die Nase vorn haben - und dass Deutschland der beste Ort zum Arbeiten ist.
Laut Simon Anholt könnten die Deutschen ein bisschen mehr Selbstbewusstsein vertragen: „Fü ein Unternehmen, das eine starke und erfolgreiche Marke aufbauen will, ist es wichtig, dass auch die Mitarbeiter an diese Marke glauben. Das gleiche gilt fü Ländermarken – die wichtigsten Botschafter eines Landes sind seine Staatsbürger“, erklärt er. „Die meisten Länder, die international ein gutes Image haben, sind auch stolz auf sich selbst. Bescheidenheit und Selbstzweifel scheinen da keinen Platz zu haben.“
Ungebremster Nationalstolz in den USA und Kanada
Zum Vergleich sehen wenig überraschend vor allem die US-Amerikaner und Kanadier ihr Heimatland an erster Stelle, egal ob es um Exporte, Politik, Kultur oder Tourismus geht. Eine besonders positive Selbsteinschätzung haben auch die Franzosen und Spanier.
Fü die Studie wurden im August 2005 Verbraucher aus 10 Ländern weltweit befragt. In jedem Land wurden repräsentative Stichproben von 1000 Befragten (Fehlergrenze 3 Prozent) gesammelt. Weitere Informationen sind unter www.nationbrandindex.com verfügbar.
Über Simon Anholt
Simon Anholt entwickelte das Konzept des Nation Brands Index 2005; der erste Index wurde im Mai 2005 veröffentlicht. Anholt ist eine weltweit anerkannte Autorität auf dem Gebiet des Markenimage von Nationen, Regionen und Städten. Er berät eine Reihe von Regierungen, unter anderem die britische Regierung, und UN-Kommissionen zu Markenstrategien, diplomatischen Fragen, kulturellen Beziehungen, Investitions- und Exportförderung, Tourismus und wirtschaftlicher Entwicklung. Er ist Herausgeber des vierteljährlich erscheinenden Magazins Place Branding and Public Diplomacy und Autor der Bücher Brand New Justice, Brand America sowie weiterer Publikationen.
Über GMI
GMI (Global Market Insite, Inc.) bietet als einziges Unternehmen eine komplette, integrierte Lösung fü die globale Internet-basierte Marktforschung an. Dazu gehören die Software-Suite Net-MR zum Steuern und Automatisieren von Umfragen in jeder Phase des Projektzyklus, Rund-um-die-Uhr-Dienstleistungen und weltweite Panels mit doppeltem Opt-in. GMI bietet eines der weltweit größten Panels, das 200 Länder umfasst. GMI wurde 1999 mit Hauptsitz in Seattle, USA, gegründet und unterhält Niederlassungen auf fünf Kontinenten. Weitere Informationen zu GMI stehen unter http://www.gmi-mr.com zur Verfügung.
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Um eine Kopie des Index anzufordern, wenden Sie sich an Ihren Pressekontakt:
Silja Binner, Grant Butler Coomber (London),
Telefon +44 208 322 1922,
E-Mail siljab@gbc.co.uk
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